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Kategorie: Sozialwissenschaften/Wirtschaft

 Am Freitag war es soweit – unsere Schulsieger Benjamin Bosbach, Simon Krahé, Phillip Rasche (alle Q2) sowie Colin Dauck (8C), David Unger (8D) und Johannes Barth (8D) fuhren gemeinsam mit Frau Bischoff, Herrn Schmitz und Herrn Nolden zum Regionalwettbewerb des Jugend debattiert-Wettbewerbs an die Marienschule nach Euskirchen. Dort galt es dann interessante Streitfragen, wie etwa „Sollen Läden auch an Sonntagen öffnen dürfen?“ (Altersgruppe I) oder „Sollen Gewalttaten gegen kommunale Amts- und Mandatsträger härter bestraft werden?“ (Altersgruppe II) gegen andere Schulsieger der Region zu debattieren. Während Frau Bischoff und ihre Kollegen selbst als Juroren eingesetzt waren, galt es dann für unsere Schüler die Juroren anderer Schulen zu überzeugen.

Da wir am SGR als absolute Jugend debattiert Neulinge das erste Mal bei der Veranstaltung vertreten waren, war die Spannung, was uns dort wohl erwarten würde, sehr groß. Schnell stellte sich heraus, dass die Konkurrenz stark war, unsere Vertreter sich aber keineswegs verstecken mussten. Dementsprechend wurde die Verkündung der vier Teilnehmer am Tagesfinale ebenfalls mit großer Spannung erwartet.

Während die Teilnehmer der Altersklasse II sehr starke 7., 8. und 9. Plätze erreichten (ein Ergebnis, das noch beeindruckender wird, wenn man berücksichtigt, dass man bis am Tag zuvor tief in den Vorabitur-Klausuren steckte), hielt die Spannung bei der Verkündung der Finalteilnehmer der Altersklasse I nicht lange an. Direkt der erste Name löste bei der SGR-Fraktion großen Jubel aus: Johannes Barth hatte sich knapp für das Tagesfinale qualifiziert. Damit waren unsere Erwartungen quasi schon übertroffen.

Während Johannes sich mit seinen drei Finalkolleginnen und -kollegen auf die letzte Debatte („Soll Videoüberwachung auf Bahnhöfen mit automatisierter Gesichtserkennung ausgestattet werden?“) vorbereitete, gönnten sich alle anderen bei Snacks und Getränken eine Verschnaufpause.

Im Finale, bei dem Johannes energisch die Contra-Position vertrat, ging es dann hoch her. Während die Pro-Seite stark den präventiven Nutzen einer solchen Maßnahme hervorhob, gingen Johannes und seine Partnerin besonders auf die Gefahr eines subjektiven Sicherheitsgefühls ein. Johannes konnte vor allem mit seinen Bedenken in puncto Datenschutz, seiner Gesprächsführung und seinem sympathischen Auftreten überzeugen, wie er später zurückgemeldet bekam.

Obwohl er eine gute Leistung gezeigt hatte, strahlte Johannes ob der starken Konkurrenz im Anschluss nicht nur Optimismus aus, die Anspannung stieg minütlich. Nach fast einer Stunde war es dann soweit: Die Ergebnisse – und somit die beiden Regionalsieger – wurden bekanntgegeben. Als Johannes dann nicht als 3.- oder 4-Platzierter genannt wurde, war es klar – Johannes ist einer der beiden besten Debattanten im Kreis. Entsprechend groß war dann der Jubel der übrigen SGRler, als offiziell sein zweiter Platz bekanntgegeben wurde.

Damit hat Johannes nicht nur ein dreitägiges Siegerseminar in Kronenburg gewonnen, sondern wird das SGR im Mai beim Vorentscheid des Landes Nordrhein-Westfalen vertreten – die letzte Ebene des Wettbewerbs vor den Debatten im Landtag in Düsseldorf und dem Bundesfinale in Berlin. Wir gratulieren Johannes ganz herzlich zu diesem hervorragenden Ergebnis und drücken ihm für die zukünftigen Herausforderungen die Daumen.

Abschließend muss aber auch die Leistung der fünf anderen Kandidaten, die diesen Wettbewerb mitten im Klassenarbeits- und Vorabiturklausurenstress bestritten haben, lobend hervorgehoben werden. Ebenso ist das Engagement der beteiligten Kolleginnen und Kollegen, Frau Bischoff, Frau Vaas, Frau Herbrich, Herr Nolden und Herr Schmitz, zu nennen, die das Projekt in seinem ersten Jahr am SGR mit großem Einsatz unterstützt haben.