Am Montag den 23.01.2017 unternahm die Klasse 9D zusammen mit Frau Dr. Breitbach und Frau Marik eine Exkursion. Ziel der Exkursion war die Firma „Lumileds“, eine Tochterfirma des Weltkonzerns Phillips, in Aachen.

Die Abfahrtszeit unseres Busses nach Aachen war der reguläre Unterrichtsbeginn um 07:45 Uhr. Um 08:30 Uhr erreichten wir das Werksgelände der Firma Lumileds. Nachdem uns der Werkschutz Einlass gewährt hatte, wurden wir von den Aufsichtspersonen, die gleichzeitig auch die Experimente mit uns durchführten, zum Schülerlabor begleitet. Ein Bekannter von Frau Dr. Breitbach, welcher bei Lumileds arbeitet, konnte uns netterweise ermöglichen, das Unternehmen kennenzulernen und die Experimente rund um das Thema LEDs (Licht Emittierende Dioden, Leuchtmittel) und Autoscheinwerfer zu machen.

Zuerst wurde uns anhand einer Präsentation im Schülerlabor eine kurze Einführung in das Unternehmen erteilt. Lumileds ist ein eigenständiges Unternehmen, welches dennoch zu 19,9% der Firma Phillips angehört, sich aber im Moment versucht an einen Investor zu verkaufen. Hauptsächlich hat sich Lumileds auf den Bau von LEDs für Autoscheinwerfer mit einer mittelhohen bis hohen Leistung (2 Watt und mehr) spezialisiert. In fast 100% der Autoscheinwerfer auf der Welt sind LEDs, die von Phillips oder Lumileds produziert wurden.

Danach sprachen wir darüber welche verschiedenen Leuchtmittel in Autoscheinwerfern verbaut werden (LED, Halogenglühlampen, Xenonröhren). LEDs und Halogenglühlampen kannten wir bereits. Nur die Xenonleuchten waren uns noch fremd. Uns wurde erklärt, dass sie aus mit Xenon-Gas befüllte röhren sind, die bei einer Energieentladung mithilfe von Strom leuchten. Wie Scheinwerfer auf die Straße gerichtet werden müssen, damit sie den Gegenverkehr nicht blenden, konnten wir danach feststellen. Dafür leuchteten wir mit einem echten Autoscheinwerfer auf den Querschnitt einer Straße. Der Querschnitt war in einer Fluchtpunktperspektive gezeichnet, sodass die Straße scheinbar ins Unendliche führt. Damit der Scheinwerfer den Gegenverkehr nicht blendet, ist er mithilfe einer Blende abgedunkelt, dadurch entsteht ein Lichtbild, das genau unter der roten Linie endet. Bei Fernlicht sorgt ein (im Scheinwerfer) eingebauter Motor dafür, dass dieser Abdunklungseffekt unterbrochen wird, die Blende also entfernt wird. Wegen der daraus entstehenden Blendegefahr für den Gegenverkehr, ist Fernlicht daher innerorts nicht erlaubt.

Nach diesem Versuch wurde die Klasse in zwei Gruppen geteilt und wir besichtigten die Halogenlampenproduktion. Doch bevor wir die Produktionshalle betreten durften, mussten wir aus Sicherheitsgründen Laborkittel, Schutzbrillen, Gehörschutz und Sicherheitsüberzüge für die Schuhe tragen. In der Produktionshalle erklärte man uns, den Prozess, in dem die Lampen hergestellt werden. Zuerst werden Glasrohre, mithilfe von Gasbrennern, in eine kartuschenähnliche Form gebracht und halbiert. Die Länge der Hälften beträgt dann ca. 3,5 cm. Im nächsten Vorgang werden dann stromleitende Quarzbalken miteinander verbunden, sodass diese den Strom durch den Glühdraht leiten können und Licht entsteht. Jetzt werden die Leuchtdrähte in die Glashälften gebaut, die Hälften mit Kühlgas gefüllt und unten verschlossen. Dadurch, dass der Draht beim Leuchtprozess heiß wird, muss er von dem mit ihm eingeschlossenen Stickstoff gekühlt werden. Nach diesen Arbeitsschritten können die sogenannten Brenner in das gewöhnliche Gehäuse einer Glühbirne eingesetzt werden.

Nachdem wir die Sicherheitskleidung abgelegt hatten, hörten wir uns im Ausbildungszentrum einen Vortrag des Ausbildungsleiters der Firma Lumileds an. Er erklärte uns den Ausbildungsweg eines Auszubildenden in der Firma. Nun gingen wir in die Kantine zum Essen. Es gab mehrere Gerichte, unter anderem auch Burger, zur Auswahl.

Als wir mit dem Essen fertig waren durften wir auch selber Hand an den Autoscheinwerfern eines BMW 7er-Modells anlegen. Um die Einzelteile eines Scheinwerfers zu entdecken, mussten wir ihn auseinanderschrauben.  Hierbei bemerkten wir, dass ein solcher Scheinwerfer aus sehr vielen Einzelteilen besteht und über mehrere Linsen (Lichtbrechungsmittel) und (in unserem Fall) LEDs verfügt. Da das erneute Zusammenbauen zu lange gedauert hätte, mussten das die Studenten unseres Versuchsleiters für uns erledigen.

Gegen 16:30 Uhr war unsere Versuchszeit beendet und als Höhepunkt des Tages besuchten wir zuletzt, den Werksverkauf der Schokoladenfabrik Lindt, welche sich ebenfalls in Aachen befindet. Um ca. 17:30 Uhr kamen wir wieder in der Schule an. Es war ein sehr schöner und informativer Tag, der zwar lang, aber umso mehr Spaß gemacht hat. Wir freuen uns in Zukunft noch mehrere spannende Exkursionen machen zu dürfen.

Von Can Schorn, 9D   

 

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