Von Can Schorn, 9D

Am Dienstag, den 13. Dezember 2016 unternahmen wir, die Klasse 9D, im Rahmen des Physikunterrichtes mit Frau Dr. Breitbach eine Exkursion in das Schülerlabor des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR_School_Lab).

Wir fuhren zum regulären Unterrichtsbeginn um 07:45 Uhr mit zwei kleineren Reisebussen nach Köln-Porz, dem Stadtteil, in welchem das DLR gelegen war. Das DLR befand sich in der Nähe des Köln-Bonner Flughafens, welcher dafür bekannt ist, die einzige Landebahn für Spaceshuttles in Deutschland, an der zusätzlich eine Raumfahrtabteilung angeschlossen ist, zu besitzen. Dies ist der militärische Bereich des Flughafens, der zusätzlich Politikern zum Reisen zur Verfügung steht. Um ca. 9:00 Uhr erreichten wir unser Ziel.

Am Eingang des DLR-Geländes mussten wir uns zum Ausweisen auf dem Gelände vom Werkschutz Besucherpässe aushändigen lassen. Anschließend mussten wir eine kurze Fußstrecke zum Schülerlabor zurücklegen. Um 09:15 Uhr begannen wir mit einer Einführung in die Vorschriften auf dem DLR-Gelände und die Arbeit und Wissenschaften, mit denen sich die bediensteten Wissenschaftler dort beschäftigen. Außerdem handelte die Präsentation unseres Laborleiters Dr. Jan Bechert von dem Thema Astronauten auf der ISS, der Erklärung was Schwerkraft sei und, dass das Schülerlabor ursprünglich für eine im Bild dargestellte Zentrifuge gebaut wurde. Es gab vier Experimente, von denen jede Gruppe aus Zeitgründen jedoch nur drei bearbeiten konnte.

Meine Gruppe befasste sich mit den Themen:

  • Infrarot
  • Gravitationsbiologie
  • Lärmkontrolle

Wir begannen mit dem Infrarotexperiment, bei dem uns zunächst erklärt wurde, was Licht ist und, dass wir Infrarotlicht nicht sehen können. Es ist eine Strahlung, die für uns nicht wahrnehmbar ist. In unserem Farbspektrum liegt es hinter der Farbe Rot. Deshalb heißt sie Infra (hinter)-rot. Diese Strahlung wird auch für Wärmebildkameras verwendet, wird jedoch von Wasser reflektiert. Diese Tatsachen wiesen wir mit einer Wärmebildkamera nach.


Unser zweites Experiment befasste sich mit Gravitationsbiologie, der Wissenschaft von Lebewesen und deren Verhalten in Gravitation (Erdanziehung). Dazu untersuchten wir Pantoffeltierchen, Einzeller, welche sich in einem Wasserglas (siehe Bild) stetig nach oben bewegen. Ziel war es, diese Tatsache anhand der Gravitationsbiologie zu beweisen. Außerdem mikroskopierten und filmten wir sie. Mit dem Film und einem bestimmten Computerprogramm konnten wir die Pantoffeltierchen „tracken“ (tracken= Bewegungsprofile erstellen) um zu beweisen, dass sie sich nach oben bewegen. Die Begründung für dieses Phänomen sind Reize, auf die die Einzeller reagieren, wie z.B. die Wassertemperatur.

Danach besichtigten wir das Raumfahrtkontrollzentrum, in dessen Eingangspforte der Nachbau eines Kometenexpeditionsrovers ausgestellt wurde. Es handelt sich hierbei um ein ferngesteuertes Fahrzeug, das auf einem Kometen diesen erforscht.

Nach der darauffolgenden Mittagspause begannen wir das dritte Experiment (Lärmkontrolle). Uns wurde erläutert, dass Lärm eine subjektive Wahrnehmung von vergleichsweise lauten Schallwellen ist. Um diese lauten Schallwellen Zu bekämpfen gibt es verschiedene Methoden. Die Methode, die wir selber entwickeln durften, war die Lärmbekämpfung mit Gegenlärm. Dafür muss man nur die Schallwellen versetzen.

Abschließend führten wir eine gemeinschaftliche Reflexion durch, bei der deutlich wurde, dass viele gerne auch das vierte Experiment durchgeführt hätten.

Der Tag hat allen viel Spaß gemacht und ermöglichte einen Einblick in die Arbeit der Wissenschaftler am DLR. Viele Schüler erhielten so einen positiven Eindruck von den Naturwissenschaften und können sich daher vorstellen, einmal selber als Wissenschaftler zu arbeiten.

 

 

 

 

Schulkleidung des SGR hier online bestellen