Am  01.03.2017 unternahmen die Leistungskurse im Fach Erdkunde der Jahrgangsstufen 11 und 12 sowie der Grundkurs der Jahrgangsstufe 11 mit den Lehrerinnen Frau Mintrop, Frau Keuler und Frau Heinrichs eine Busexkursion durch das westliche Ruhrgebiet. Die Exkursion in das Ruhrgebiet sollte im Rahmen des Unterrichtsthemas „Wirtschaftsregionen im Wandel“ den Strukturwandel im Ruhrgebiet anhand regionaler Beispiele verdeutlichen. In der Stadt Essen angekommen stiegen die Exkursionsleiter des „Regionalverbandes Ruhr“ hinzu, um uns die verschiedenen zu besuchenden Stationen im Ruhrgebiet genauer zu erläutern.

Auf der Fahrt durch Essen sahen wir schon viele Gebäude der Firma „Krupp“, die im 19. Jahrhundert die meisten Hochöfen und Stahlwerke besaß.  Außerdem besuchten wir einen Nachbau des ehemaligen Wohnhauses der Familie Krupp, welches direkt neben einem alten ehemaligen Fabrikgebäude der Familie steht. Weiterhin schauten wir uns die Firmenzentrale von ThyssenKrupp mit dem dazugehörigen Firmengelände an. Hierbei wurde uns bewusst, dass das Ruhrgebiet einen modernen Wandel erfahren und mit seiner industriellen Vergangenheit weitestgehend abgeschlossen hat. Anschließend fuhren wir durch eine Wohnsiedlung in Bottrop, in der früher Bergarbeiter mit ihren Familien gewohnt haben. Die Häuser der Siedlung waren alle einheitlich in Größe und Gestaltung.

Ebenso sind wir am „Tetraeder“, die sogenannten Landmarke Bottrops,  vorbeigefahren. Das künstlerische und nachts beleuchtete Bauwerk steht auf einer ca. 90 Meter hohen Halde, die aus Erdresten des Kohleabbaus aus dem 19. Jahrhundert besteht. Der Tetraeder ist eine ca. 50 Meter hohe Stahlrohrkonstruktion in Form einer dreiseitigen Pyramide. Über Treppen erreicht man mehrere Plattformen und von oben hat man einen beeindruckenden Rundumblick.

In Oberhausen angekommen,  stiegen wir aus dem Bus aus, um uns den Fluss „Emscher“ und den angrenzenden „Rhein-Herne-Kanal“ anzusehen. Außerdem sahen wir einen großen alten Gasometer, der zurzeit für die Ausstellung „Wunder der Natur“ genutzt wird, die mit bislang 500.000 Besuchern sehr erfolgreich ist. Dieser Gasometer war mit 117 Metern Höhe und fast 68 Metern Durchmesser der größte Gasbehälter Europas. Hier wurde das Gas als Abfallprodukt nach der Verbrennung im Hochofen gelagert. Nach der Stilllegung 1988 wurde der Gasometer 1993 zur höchsten Veranstaltungs- und Ausstellungshalle Europas umgebaut und gilt seitdem als wichtiges Industriedenkmal im Ruhrgebiet.

Nach einer Mittagspause im riesigen Einkaufszentrum „CentroO“ in Oberhausen ging es weiter zum „Landschaftspark Duisburg-Nord“. Hier wurde der ehemalige Hochofen zu einer touristischen Sehenswürdigkeit umfunktioniert. Während z. B. ein Teil des Landschaftsparks als Kletterpark genutzt wird, befindet sich im Gasometer u.a. ein Tauchbecken.                       Der Hochofen erstrahlt nachts aufgrund einer sehr aufwendigen Beleuchtung in verschiedenen Farben. Außerdem gibt es hier ein Open-Air Kino.                   Über viele Treppen sind wir auf die Spitze des Hochofens hinaufgestiegen.    Von dort aus hat man eine wunderbare Aussicht über den Landschaftspark und  das westliche Ruhrgebiet.

Am Ende unserer Busexkursion konnten wir feststellen, dass die Industriegebäude größtenteils zurückgebaut wurden oder durch andere Wirtschaftszweige einen Wandel erfahren haben. Ebenso wurden hier viele Naturbiotope geschaffen. Einige Gebäude der Industriezeit sind erhalten geblieben und werden, wie der Landschaftspark Duisburg-Nord, u. a. als touristische Attraktion genutzt.

Letztlich konnten wir den Strukturwandel im Ruhrgebiet genauer analysieren und dies wurde uns durch die verschiedenen besuchten Stationen verdeutlicht. Es war eine tolle, interessante Exkursion!

 

Niklas Schlüter

Erdkunde-LK der Jgst. 11 von Frau Mintrop

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