Am Dienstag, den 07.03.2017, fuhren die Klasse 9D und einzelne Schüler der 9A zusammen mit Frau Dr. Breitbach nach Monheim bei Leverkusen. Dort besuchten wir im Rahmen des Chemieunterrichtes den Firmensitz von Bayer CropScience, einem Zweig der Firma Bayer. Wir starteten um 07:30 Uhr von unserer Schule aus mit dem Bus nach Monheim. Nach ca. eine Stunde Fahrt erreichten wir das Werksgelände in Monheim. Nach unserer Ankunft wurden wir von einer Angestellten abgeholt. Sie und zwei weitere Frauen leiteten uns bei unseren Versuchen rund um das Thema Raps an. Wir wurden in drei Gruppen aufgeteilt und den Labors eins, zwei und drei zugeteilt. Die Schüler in Labor eins beschäftigten sich mit der Herstellung und Gewinnung von Rapsöl aus den Rapssamen. Das zweite Labor führte Experimente zur Herstellung von Biodiesel aus Rapsöl  durch. Im dritten Labor untersuchten die Schüler das Rapsstroh und befassten sich mit der Nutzung der pflanzlichen Überreste bei der Rapsernte.

In den einzelnen Labors wurden wir wieder in drei Gruppen, zu je drei Leuten aufgeteilt. Gruppe A, B und C mörserten zuerst 30 ml Rapssaaten zu einer schrotartigen Konsistenz. Die feinste Konsistenz wurde dann von Gruppe B weiterverarbeitet. Gruppe A befasste sich mit unbehandelten Rapssaaten und Gruppe C experimentierte mit maschinell gemörserten Rapssaaten.

Ziel war es nun aus den unterschiedlichen Rapssaaten das Rapsöl mit Heptan (lipophiler Stoff=fettliebend) zu lösen. Hierfür nutzten wir eine Soxhlet-Apparatur. Bei diesem Versuchsaufbau handelt es sich um eine Durchlaufapparatur, in der sich die Lösung sammelt und bei einem hohen Flüssigkeitsspiegel, die Lösung ablässt. Wir stellten eine Heizplatte für die Beheizung eines mit Heptan gefüllten Kolbens bereit. Die Temperatur in dem Kolben maßen wir mit einem Thermometer. Über dem Kolben befanden sich die Soxhlet-Apparatur und darüber ein Kühler für das Gemisch. Nach einer Stunde der Erhitzung war ersichtlich, dass die maschinelle Schrotung der beste Weg der Ölgewinnung ist, gefolgt von der selbst gemörserten Masse und der unbehandelten Saat. Nach der Pause (um 13:00 Uhr) trennten wir unsere gewonnene Lösung von dem Lösungsmittel Heptan, mithilfe von Unterdruck. Die Flüssigkeit erhitzten wir und weil Heptan einen niedrigeren Siedepunkt hat als Öl, verdampft es schneller. Der Heptan-Dampf lässt sich mit dem erzeugten Vakuum leicht absaugen. Mit einem Kühler wird der Heptan-Dampf wieder kondensiert und somit in flüssiger Form wieder aufgefangen.

Nun titrierten wir das Öl in Verbindung mit Ethanol und Iod-Lösung, um die Iod-Zahl und somit die Wertigkeit festzustellen. Rapsöl hat eine niedrige Wertigkeit im Gegensatz zu Leinöl, welches die höchste Wertigkeit hat. Nach der darauf folgenden Abschlussbesprechung fuhren wir wieder zurück zur Schule, die wir um ca. 17:30 Uhr erreichten.

Der Tag hat uns viel Spaß gemacht und wir freuen uns auf weitere Exkursionen.

Can Schorn, 9D