Am Montag, den 05 September 2016 machten sich 14 Schüler des Biologie Leistungskurses von Herrn Sankat mit dem Zug auf nach Nettersheim ins Naturzentrum Eifel. Hier wollten sie ihr theoretisch angelerntes Wissen zum Themenbereich Ökologie praktisch anwenden. Die Gewässergüteuntersuchung der Urft stand am diesem Tag im Mittelpunkt. Dafür waren alle mit Gummistiefeln ausgestattet um im Wasser – Urft – nach Zeigerorganismen zur Saprobienindexbestimmung zu suchen. Der Saprobienindex gibt den Grad der Belastung der Lebensgemeinschaft in einem bestimmten Gewässerabschnitt an. Jeweils immer eine Gruppe von ca. drei Schülern, bekam einen Gewässerabschnitt zugeteilt, dessen Saprobienindex untersucht werden sollte.

Der Saprobienindex wird in vier Klassen unterteilt: Sehr gut (blau), gut (grün), mäßig (gelb), unbefriedigend (orange), schlecht (rot). Um ein Gewässer in eine bestimmte Klasse einordnen zu können, muss das Gewässer auf bestimmte Lebewesen durchsucht werden, die für eine bestimmte Güteklasse typisch sind. Diese Lebewesen bezeichnet man als Zeigerorganismen, da sie einen bestimmten Lebensraum bevorzugen, an welchem man die Güteklasse erkennen kann. Hierbei unterscheidet man zwischen stenopotenten und eurypotenten Tieren. Stenopotente Lebewesen haben einen engen Toleranzbereich, was bedeutet, dass sie sich nur in sehr sauberen oder sehr dreckigen Gewässern aufhalten und nicht den Lebensraum wechseln können. Eurypotente Lebewesen haben einen größeren Toleranzbereich, d.h. sie können auch bei nicht optimalen Bedingungen überleben.

Nachdem wir über all dies informiert wurden, durften wir uns gewappnet mit Sieb, Pinsel, Wasserschale und Gummistiefeln auf den Weg zu unserem Gewässerabschnitt machen und nach Zeigerorganismen suchen. Wir fanden nicht nur Egel, Eintagsfliegenlarven und Köcherfliegenlarven sondern auch kleine Fische, die insgesamt auf einen guten Saprobienindex zurückführen ließen. Die verschiedenen Zeigerorganismen unter dem Binokular zu beobachten war sehr interessant. Abschießend kann man sagen, dass es ein sehr lehrreicher und vor allem lustiger Tag war.

 

(Lisa-Marie Meyer, Wiebke Feldmann)