Biologie-Leistungskurse des Städtischen Gymnasiums Rheinbach befassten sich im Rahmen von „zdi“ mit der Genetik im Experiment

Zum Thema „Genetischer Fingerabdruck“ führten die Biologie-Leistungskurse der Jahrgangsstufe 11 mit ihren Lehrern Nina Träger und Tobias Sankat einen Experimentiertag der besonderen Art durch. Angeleitet von Frau Eckel-Kruse, welche das GeniE-Konzept der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt a.M. vertritt, wurde den Schülerinnen und Schülern der zwei Kurse ein spannender Einblick in die Verwendung der Gentechnik in der Kriminalistik geboten.
Zu Beginn des Experimentiertages wurde ein Tatszenario vorgestellt, welches die Schüler nach und nach durch Lösen diverser Aufgaben und das Durchführen und Auswerten von Experimenten in Kleingruppen aufklären sollten. Nach erfolgreicher Isolation der eigenen DNA und deren anschließender Färbung widmeten sich die Jugendlichen der Erstellung einer Gelelektrophorese, eines in der Untersuchung des genetischen Fingerabdrucks üblichen Verfahrens zur Auftrennung der DNA.

Durch das Vergleichen der dadurch entstandenen unterschiedlichen Bandenmuster konnte der fiktive Fall letztlich gemeinschaftlichen gelöst und der vermeintliche Täter gefunden werden. Auch auf theoretischer Ebene konnten die Schüler die Ergebnisse erneut durch einen von der Goethe-Universität Frankfurt bereitgestellten Übungsbogen nachvollziehen und vertiefen.
„Dieser Tag war für alle Beteiligten ein interessantes und spannendes Erlebnis, durch welches das im Unterricht bereits erlernte Theoriewissen noch einmal praktisch angewandt werden konnte“, beurteilte Nora König den Experimentiertag. „Das realistische Tatszenario stellte Bezug zum Alltag her, wodurch die hohe Relevanz gentechnischer Verfahren zur Täteraufspürung verdeutlicht wurde.“ Auch die Zusammenarbeit beider Leistungskurse und der dadurch ermöglichte gegenseitige Austausch wurden als Bereicherung erfahren.

Text: Nora König, Svea Hogeterp

Fotos: Tobias Sankat