neurobiologische-exkursionAm 03. März besuchte unser Biologieleistungskurs der Jahrgangsstufe 12 unter der Leitung von Herrn Sankat die Goethe Universität in Frankfurt. Ziel der Exkursion war es, unser erworbenes Wissen im Bereich der Neurobiologie ins Praktische umzusetzen. Für diesen Zweck arbeiteten wir an dem Nervensystem eines Blutegels. Nach einer allgemeinen Einführung zum Tagesablauf und den Versuchsdurchführungen arbeiteten wir in getrennten Gruppen an verschiedenen Stationen.

 

Station 1: Blutegel-Beobachtung

Während des ersten Versuchs sollten sich die einzelnen Gruppen mit dem Blutegel vertraut machen und diesen beobachten. Dafür mussten die Blutegel erst einmal aus einem Aquarium gefangen werden, was schwieriger war als angenommen. Nach anschließender Beobachtung wurde das Tier systematisch in seinen biologischen Tierstamm eingeordnet, skizziert, und Merkmale aufgeschrieben.

Station 2: Ganglien-Betrachtung unter dem Binokular

Im zweiten Versuch wurden die Ganglien (Teilabschnitte des Nervensystems) untersucht. Dabei sollte die Struktur zuerst mit bloßem Auge betrachtet und skizziert werden. Anschließend wurden die Ganglien unter dem Binokular untersucht. Unsere Aufmerksamkeit galt dabei bestimmten Merkmalen, die uns zuvor in der Einführungsphase erläutert worden waren.

Station 3: Fluoreszenzversuch

Bei diesem Versuch wurde ein Segmentganglion mit dem Fluoreszenzfarbstoff Propidiumiodid gefärbt. Dieses lagert sich in der DNA ab, wodurch man die in den Ganglien enthaltenen Neuronen (Nervenzellen) unter einem bestimmten Mikroskop erkennt, da diese anfangen zu „leuchten“.

Station 4: Vermessung und Auswertung

Unter einem bestimmten Fluoreszenzmikroskop wurden anschließend die Ganglien näher betrachtet. Dafür arbeiteten wir über einen Computer und betrachteten die verschiedenen Bestandteile des Ganglions näher. Anhand von Computeraufnahmen wurden dann Messungen und Skizzen vorgenommen, die später in einer Endpräsentation zusammengetragen und vor den Schülern vorgetragen wurden. Das Nervensystem des Blutegels ist aufgrund seiner Einfachheit überdurchschnittlich groß und damit optimal für Versuche geeignet. Dadurch sollten wir in die Arbeitsweise optischer Methoden zur Strukturerkennung eingeführt werden.

Fazit:

Abschließend kann man sagen, dass die Exkursion sehr interessant und hilfreich war, da es uns ermöglicht wurde, neurobiologische Untersuchungen durchzuführen, die man so nur während eines wissenschaftlichen Studienganges an einer Universität praktisch erfahren würde. Neben dem Arbeiten an hochtechnisierten Spezialgeräten haben wir ebenfalls einen ersten Vorgeschmack auf das „Studentenleben“ erhalten.

(Virginia Fritzsche, Till Weiler)