zdi-projekttag-geometrische-koerperSchüler des Städtischen Gymnasiums Rheinbach arbeiteten sich in die Welt der Kristallographie ein oder stellten selbst geometrische Körper her

Ausgerüstet mit Geodreieck, Paketschnur, Zirkel, Schere, Bastelbogen und vielem mehr machen sich Henriette und Nils sowie ihre Mitschüler an die Arbeit: Es gilt, sich mit Netzen, einer Anordnung von Flächen, aus denen man durch Falten einen geometrischen Körper bauen kann, auseinanderzusetzen. Zunächst einmal müssen Ausgangsfragen beantwortet werden, ohne die man sonst nicht recht weiterkommt. „Wo sind noch rechte Winkel?“, „Gibt es noch mehr Strecken, die gleich lang sind?“, „Soll ich hier Klebelaschen einzeichnen?“, diese Fragen schwirren durch den großen Mehrzweckraum des Städtischen Gymnasiums, als die von Mathematiklehrerin Anke Holler angeleiteten Fünftklässler in ihre Arbeit eingetaucht sind. Hilfestellung erhalten sie, wenn Not am Mann ist, auch von Oberstufenschülerinnen, die auch helfen, die Netze zu kontrollieren, bevor die fleißigen Kinderhände sie sorgsam ausschneiden.

 Nach drei Stunden arbeitsintensivem Tüfteln ist es dann soweit: Aus den ersten eigenständig entworfenen Netzen sind geometrische Körper entstanden. Mittlerweile ist die Freude an dem kreativen, selbstständigen Experimentieren so groß geworden, dass die Schüler auch ohne Vorlage Anordnungen von Flächen entwerfen, aus denen sie originelle geometrische Körper bauen. „Das Basteln braucht zwar ganz viel Zeit, aber das würde ich gerne immer machen“, kommentiert Henriette strahlend ihren zdi-Projekttag. Die Initiative „Zukunft durch Innovation“, kurz zdi, des Wissenschaftsministeriums will junge Schüler für die sogenannten MINT-Fächer Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik gewinnen.zdi-projekttag-geometrische-koerper

Ein Thema der Festkörperphysik untersuchten dagegen Schüler der Jahrgangsstufe 10 im Projekt „die Welt der Kristallographie“, das von den Physiklehrern Dr. Daisy Breitbach und Bruno Niemann betreut wurde. „Wir haben bereits vor sieben Tagen Kristalle gezüchtet, die jetzt untersucht werden müssen“, erklärte Sven Klotz. Diese erstrahlten nun in ihrem charakteristischen Rot, Weiß, Schwarz oder Blau in Petrischalen. Sven, Constantin und ihre Mitschüler charakterisierten die Proben zunächst mithilfe eines Mikroskops. Mit Röntgenbeugung wurden im Anschluss die Kristallstruktur (Bravais-Gitter) und der Netzebenenabstand bestimmt.

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