Die Initiative „Zukunft durch Innovation“, kurz zdi, des Wissenschaftsministeriums will junge Schüler für die sogenannten MINT-Fächer Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik gewinnen.

Daher gingen kleine und große Schüler am zdi-Projekttag zum Thema „Licht“ in den naturwissenschaftlichen Räumen des Städtischen Gymnasiums Rheinbach mit großem Interesse zentralen Fragen zu diesem Thema nach: Wie entstehen Licht und der Regenbogen? Warum kann Kandiszucker, der mit einer Zange zerquetscht wird, blau aufleuchten? Wie funktionieren die neonfarbenen, grell leuchtenden Knicklichter? Die kleinen Schüler waren an diesem spannenden Schultag aus der Kath. Grundschule Merzbach, der Kath. Grundschule St. Martin und der Gemeinschaftsgrundschule Sürster Weg zum Städt. Gymnasium geeilt und trafen dort auf die sie betreuenden Schüler der Klassen 8a, 9b sowie des Chemie-Leistungskurses der Jahrgangsstufe 11 und eines Physik-Grundkurses der Jahrgangsstufe 12.

Begeistert erklärt Leon (Kl. 3) die Handhabung eines Knicklichtes: „Hier in dieser Plastikhülle ist ein Glasrohr und wenn ich es knicke, geht das Glasrohr kaputt und es entsteht das Neonlicht.“ „Im Glasrohr ist ein bestimmter chemischer Stoff enthalten, der mit dem Stoff in der Plastikhülle reagiert, so dass der Farbstoff in der Plastikhülle zu leuchten beginnt“ ergänzen Sarah und Emily (Jgst. 11) anschaulich Leons vereinfachte Darstellung. Die kleinen Forscher staunen begeistert als sie das blaue Aufleuchten am Kandiszucker beobachten, den sie gerade selbst mit einer Zange zerquetschen. Mit Hilfe von Illustrationen, die den Aufgaben der einzelnen Projektgruppen, beigefügt sind, können die Oberstufenschülerinnen und Fachlehrerin Anke Holler den Kindern die chemische Reaktion verständlich darlegen: „Beim Zerquetschen werden Elektronen angeregt, d.h. sie gelangen auf eine höhere Energiestufe. Wenn sie von dort auf ihre ursprüngliche Stufe „zurückspringen“, können sie Energie in Form von Licht abgeben, sie senden Licht aus.“

Im Projekt „Herstellung von Kerzen“, betreut von Frau Dr. Daisy Breitbach und Bruno Niemann, glühten die Wangen der kleinen Nachwuchswissenschaftler. Sie hatten die Aufgabe, selbstständig Paraffin im Wasserbad zu schmelzen, Farb- und Duftpigmente durch ständiges vorsichtiges Rühren hinzuzufügen, um schließlich in gewählten Formen und eigener kreativer Farbgestaltung Kerzen herzustellen. Bald duftete der gesamte Chemieraum nach Zimt, Lavendel und Rosen.

Mit Lichtboxen arbeiteten die Physiklehrer Waldemar Wolter und Herr Heesel gemeinsam mit den Gastschülern der GGS Sürster Weg. Mit Hilfe dieser Boxen können verschiedene Strahlenverläufe mit Hilfe von Spiegeln (Hohlspiegel, Wölbspiegel, ebener Spiegel) untersucht werden. Auch Prismen kamen zum Einsatz, so dass die Zerlegung des weißen Lichts mit einem Prisma in die Regenbogenfarben dem begeisterten kleinen Publikum veranschaulicht werden konnte. Darüber hinaus wurden Licht und Schatten (Schattenbilder) und Schattenräume thematisiert. „Die Kinder hatten durch die Betreuung durch unsere Oberstufenschüler beim physikalischen Experimentieren keinerlei Berührungsängste“, äußerte Wolter. „Die Grundschule Sürster Weg strebt nun eine Kooperation mit der Physikfachschaft des SGR an, mit dem Ziel, dass die „Wunder der Physik“ durch Lehrer und Schüler in die Grundschule getragen werden.

 

Text: Claudia Spittel

Fotos: Dr. Daisy Breitbach, Anke Holler, Claudia Spittel