In China:

Als wir aus dem Flugzeug ausstiegen, erwarteten uns bereits die Lehrer der Beijing Middle School No.15. Daraufhin fuhren wir in ein Restaurant, wo eine unglaubliche Auswahl an teils fremdartigen Köstlichkeiten aufgetragen wurden, und eine deutsche Schülerin versehentlich aus einem leeren Aschenbecher aß. Nach unserem spaßigen Restaurantbesuch ging es dann auch direkt in die Schule. Nachdem wir uns kurz vorgestellt hatten, wurden wir auch direkt unseren Austauschschülern zugeteilt, mit denen wir uns daraufhin quer durch die halb Beijing auf den Weg nach Hause machten. Unsere Gastgeben wohnten meist in riesigen Hochhäusern. Einige von uns hatten das Glück einen Aufzug zu besitzen, andere aber wiederrum nicht. In den folgenden Tagen besuchten wir viele verschiedene Orte vom Himmelstempel, über den wunderschönen Sommerpalast bis hin zur beeindruckenden Verbotenen Stadt. Doch für die meisten war das absolute Highlight die Chinesische Mauer. Jedochwar der Anstieg recht anstrengend, besonders da die Treppen sehr steil und auch unregelmäßig gebaut waren. An vielen Stellen fühlte es sich mehr nach Leiterklettern als noch Treppensteigen an. Doch es lohnte sich, denn der Ausblick vom Dach des höchsten Turmes war unglaublich. Nach kurzem Genießen mussten wir schnell runtersprinten, denn die Zeit wurde knapp. Danach machten wir noch einen kurzen Halt am Olympiastadion („Vogelnest“). Am darauffolgenden Tag

„Der wohl bedeutendste Satz unserer gesamten Chinareise war wohl „Open your Chinese stomach“, denn die Esskultur unserer chinesischen Freunde unterscheidet sich nicht nur im Hinblick auf die Portionsgröße von unserer, welche von Minute zu Minute zunahm, sondern auch im Hinblick auf die vielfältigen besonderen Geschmacksrichtungen, denen wir uns Tag für Tag immer mehr öffneten“, stahlt Nina Janzen (Klasse 10), als sie von ihrem ersten Aufenthalt in China erzählt. Doch nicht nur das Essen war anders und zunächst ungewohnt, sondern auch der Schulalltag an der Partnerschule „Beijing No. 15 Middle School“, welcher täglich durch gemeinsame Sporteinheiten auf dem Sammelplatz der Schule unterbrochen wurde. Dies sorgte für freie Gedanken, sowohl bei den deutschen Gastschülern des Städt. Gymnasiums als auch bei den chinesischen Schülern. Diese freien Gedanken brauchten die deutschen Mädchen und Jungen für das Erlernen der chinesischen Faltkunst, chinesischer Malereien und einiger, weniger chinesischer Schriftzeichen. Aber sie sahen nicht nur den Schulalltag, sie besichtigten auch die bekanntesten Sehenswürdigkeiten Chinas.

Während Wen Jiabao und Angela Merkel die chinesisch-deutschen Beziehungen erst 2004 als “strategic partnership in global responsibility” bezeichneten, ist das Städtische Gymnasium in Sachen asiatisch-europäischer Verständigung schon weit länger ein Vorreiter. Anno 2002 starteten Herr Schmid und Herr Bossman - begleitet von Militärattachée Dietrich - eine erste diplomatische Mission nach Beijing, um einen Vertrag über ein Austauschprogramm auszuhandeln. Tatsächlich gelang ihnen der Coup: das SGR wurde Partnerschule einer der führenden Schulen Beijings.

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Der Austausch mit der Beijing No. 15 Middle School geht in die sechste Runde

Beijing-Rheinbach: eine traditionsreiche Schulfreundschaft

Während Wen Jiabao und Angela Merkel die chinesisch-deutschen Beziehungen erst 2004 als “strategic partnership in global responsibility” bezeichneten, ist das Städtische Gymnasium in Sachen asiatisch-europäischer Verständigung schon weit länger ein Vorreiter. Anno 2002 starteten Herr Schmid und Herr Bossman - begleitet von Militärattachée Dietrich - eine erste diplomatische Mission nach Beijing, um einen Vertrag über ein Austauschprogramm auszuhandeln. Tatsächlich gelang ihnen der Coup: das SGR wurde Partnerschule einer der führenden Schulen Beijings!

Highlights der Austauschbegegnungen

Seitdem ist der Austausch mit der im Herzen der Metropole gelegenen Beijing No. 15 Middle School eine echte Institution im international-kulturell ausgerichteten Profil unserer Schule. Bei jedem Besuch bewunderten eure Mitschüler Jahrtausendbauwerke wie die Verbotene Stadt oder die Chinesische Mauer, nahmen an den Morgenappellen unserer Partnerschule teil und erkundeten die Konsumtempel der Millionenstadt. Bei den Gegenbesuchen bestiegen unsere chinesischen Gäste den Kölner Dom und die Rokokotreppen des Brühler Schlosses, delektierten sich an Spezialitäten der Region und genossen die vergleichsweise idyllischen Zustände in den verkehrsberuhigten deutschen Innenstädten.

Der Austausch 2014/2015

In diesem Jahr wird der Austausch bereits zum sechsten Mal angeboten, diesmal für die Klassen 8 und 9. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer werden zehn Tage lang das Reich der Mitte kennenlernen und das Leben in einer chinesischen Gastfamilie erleben. Im Gegenzug dürfen sie einen chinesischen Gast aufnehmen. Der Andrang ist groß, so dass wir aus 30 Interessierten auswählen müssen, bevor wir im September 2014 die große Reise antreten.

Wenn ihr zu den Glücklichen gehört, freut euch auch auf einen Landeskunde-Crashkurs der Extraklasse! Ihr lernt nicht nur, warum man in China keine Uhren verschenken darf, niemals in Weiß heiratet oder wie man mit Stäbchen isst. Frau Krieb bringt euch auch genug Chinesisch bei, um z.B. um Kopfhörer, Smartphones und „Winkekatzen“ feilschen zu können („Tai gui, laoban!“), oder gepflegt übers Wetter Smalltalk zu betreiben („Tienyi hen le“). Passt gut auf, damit ihr nicht dieselben Fehler wie Herr Stichl macht, der im Pekinger Traditionsrestaurant Roast Duck erklärte, dass er für sein Leben gern Chinesen esse (gemeint war natürlich „Chinesisches Essen“)!

Aber auch wenn ihr nicht mit nach China fahrt, solltet ihr am Tag der Offenen Tür unbedingt den Austauschstand besuchen, um den Geschichten der Chinafahrer zu lauschen, euer chinesisches Tierkreiszeichen zu erfahren oder tolle Preise aus dem Reich der Mitte zu gewinnen.

Gedanken zum interkulturellen Lernen

Constantin Clodt schreibt in der letzten Ausgabe des Logbuchs, dass der Austausch für ihn eine lehrreiche Erfahrung war; Ma Donjie begreift die Schulfreundschaft Beijing-Rheinbach als Beitrag zum Zusammenrücken der Welt; und Stephan Raetz betont die Chance eines echten Einblicks in den Alltag der jeweils anderen Kultur. Unser SV Schüler, die Leiterin der chinesischen Delegation von 2013 und der Rheinbacher Oberbürgermeister bringen es auf den Punkt - Reisen bildet! Darüber hinaus erlaubt uns der Austausch mit Menschen aus einer Jahrtausende alten Kulturnation, Fremdes zu verstehen, Eigenes zu hinterfragen und einer enger zusammenwachsenden Welt offen und zuversichtlich zu begegnen.

Frau Krieb und Herr Stichl danken allen chinainteressierten Schülern und ihren Eltern für die tolle Zusammenarbeit und die gute Zeit!

Impressionen vom Austausch 2012 und 2013

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