Ab der Klassenstufe 8 beginnt für die Schülerinnen und Schüler der Unterricht in den Fächern der "Differenzierten Mittelstufe". Für die kommenden zwei Schuljahre wählen die Schüler/innen entweder die 3. Fremdsprache (Latein) oder eine Fächerkombination aus dem Angebot der Schule als ihr Differenzierungsfach.

Differenzierung ab Klasse 8 bedeutet: Die Pflichtstunden der Schüler, d.h. die Stundenzahl des für alle Schüler verbindlichen Unterrichts, werden gegenüber der Klasse 7 in einigen Fächern gekürzt, zugunsten eines von den Schülern selbst gewählten Faches, des Wahlpflichtfaches. Der Wahlpflichtbereich umfasst 2 Wochenstunden, in der 3. Fremd-sprache 3 Wochenstunden. Mit der Wahl eines Wahlpflichtfaches wird es den Schülern ermöglicht, individuelle inhaltliche Schwerpunkte je nach Neigung und Begabung in der schulischen Laufbahn zu setzen und sich in diesen Bereichen zu entwickeln und zu entfalten.

Wahlpflichtfächer richtet jede Schule individuell nach der jeweiligen Ausstattung der Schule mit Lehrkräften ein. Dieses Fächerangebot kann sich im Laufe der Jahre ändern, je nach Veränderung der schulischen Rahmenbedingungen. Am Städtischen Gymnasium Rheinbach wählen die Schülerinnen und Schüler für die Klassenstufe 8 entweder die 3. Fremdsprache oder eine Kombination aus Fächern, die dem mathematischen-naturwissenschaftlichen oder dem literarisch-künstlerischen Bereich angehören.

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Fächerkombinationen (2 Wochenstunden)

MATHEMATIK + INFORMATIK + PHYSIK + TECHNIK

Mögliche Themen: Dualsysteme und Bool'sche Algebra, Einführung in die Computeralgebra, Tabellenkalkulation (Excel), Datenbanken und SQL, Einführung von Visual Basic an mathematischen Problemen, dynamische Systeme und Modelle mit DYNASIS, Programmieren in Turbo Pascal oder Java, Physik-Projekte, Robotik, Elektronik.

BIOLOGIE-CHEMIE

Es werden biologisch-chemische Themen mit jeweils unterschiedlicher Schwerpunkt-setzungen und einem hohen praktischen Anteil unterrichtet. Themenbeispiele: Faserpflanzen und Papierherstellung, Luft und Fotosynthese mit Ozonproblematik, Haut und Hautschutz, Cola und Analytik, Gärung von Weißkohl à Sauerkraut, Heilpflanzen à Arzneimittel à Homöopathie, u.a.m.

KULTUR

Das Fach Kultur richtet sich an Schülerinnen und Schüler, die sich verstärkt mit den Fächern Literatur, Kunst und Musik auseinandersetzen möchten. Der Unterricht ist fächerverbindend und vor allem projektorientiert angelegt, d. h. kreatives Schreiben, Theaterspiel, Musizieren und praktische künstlerische Arbeit stehen im Vordergrund.
Da in der Klassenstufe 8 schwerpunktmäßig die Bereiche Literatur und Kunst und in der Klassenstufe 9 die Bereiche Literatur und Musik kombiniert werden, wechselt nach einem Jahr die Lehrperson.

DRITTE FREMDSPRACHE LATEIN

Wenn nicht schwerwiegende Gründe (z. B. auffallende Schwächen im sprachlichen Bereich) dagegen sprechen, dann bietet sich die Wahl der dritten Fremdsprache Latein an.
Ein LATINUM gemäß Beschluss der Kultusministerkonferenz, das frühere Große Latinum, wird erlangt durch kontinuierlichen Lateinunterricht (von Klasse 8 bis Klasse 12), wenn die Endnote mindestens ausreichend ist. Weitergehende Auskünfte erteilen die Lateinlehrer.

Klassenarbeiten im Differenzierungsbereich

In allen Fächern des Differenzierungsbereichs, also auch in den Kombinationsfächern, werden Klassenarbeiten geschrieben, und zwar 2 pro Halbjahr von 1- bis 2-stündiger Dauer. (Eine von diesen 4 Klassenarbeiten im Jahr kann durch eine längere Facharbeit ersetzt werden).

Bedeutung der Note im Differenzierungsbereich für die Versetzung

Besonderes Gewicht bei der Versetzung haben die Kernfächer Deutsch, Mathematik, die 1. und die 2. Fremdsprache, also die Fächer der Fächergruppe I.
Die Fächer des Differenzierungsbereichs, also auch die 3. Fremdsprache, gehören zur Fächergruppe II. Sie haben bei der Versetzung denselben Stellenwert wie beispielsweise die Fächer Geschichte, Physik, Musik usw.

Bitte beachten:
Minderleistungen im Bereich der Fächergruppe II, also auch im Differenzierungsbereich, können die Versetzung gefährden.

Empfehlung für die Wahl im Differenzierungsbereich

Nicht die Bequemlichkeit eines Faches, Beeinflussungen durch Freunde oder kurzfristige zufällige Vorlieben sollten für die Wahl ausschlaggebend sein, sondern die echten persönlichen Interessen der Kinder, das schulische Wohlergehen und das anzustrebende Bildungsziel.

Das bedeutet: Verantwortlich für die Fächerwahl im Differenzierungsbereich sind, neben den Schülern selbst, in besonderem Maße auch die Eltern.