Textversion
Unterstufe Mittelstufe Oberstufe Fächer Personen und Gruppen sgr-aktiv
Startseite Fächer Erziehungswissenschaften

Fächer


Biologie Chemie Deutsch Diff. M/If/Ph/Tc (8/9) Englisch Englisch bilingual Erziehungswissenschaften Erdkunde Französisch Geschichte Informatik Kunst Latein Mathematik Musik Physik Politik Religion Sozialwissenschaften Spanisch Sport

Aktuelles 2011/2012 Schulprogramm Schulordnung Termine Kontakt Ihr Weg zu uns Impressum

Erziehungswissenschaften

Lehrkräfte

Winfried Grams
Klaus Kreuzer
Florian Rautenbach
Kathrin Remke

Daniela Then (Referendarin)


Warum ich Pädagogik wählen sollte...

Erziehung müssen alle lernen oder Warum ich Pädagogik wählen sollte

Das Fach Pädagogik wird am Städtischen Gymnasium Rheinbach ab der Jahrgangsstufe 11 angeboten und stellt im Fächerkanon einen wesentlichen Aspekt der „Menschwerdung“ dar. Wir verändern uns in unserem Leben, durchlaufen verschiedene Phasen, bestehen so manche Prüfung und überstehen vielleicht auch (Lebens)Krisen. Im Pädagogikunterricht lernt man, wie sich die Entwicklung vom jungen zum alten Menschen vollzieht, dass Entwicklung und Identität dynamische Prozesse sind, die nicht immer leicht zu verstehen, keinesfalls aber zu ignorieren sind.

In unserer pluralistischen Lebenswelt wird es immer schwieriger für junge Menschen, sich selbst zu verorten. Insofern versteht sich das Fach Erziehungswissenschaft als Hilfe zur Selbsthilfe. Schüler(innen) sollen lernen, wie man richtig lernt und Lernprozesse (auch für andere) gestaltet. Auch die Auseinandersetzung mit der Medien- und Leistungsgesellschaft dient dem Ziel, die jungen Menschen zu selbstständigen und –tätigen Individuen werden zu lassen. Dies gilt sowohl für den sozialverantwortlichen, als auch den individuellen Bereich und konkretisiert sich im Unterricht an den Fragestellungen: Wie möchte ich Gesellschaft, Familie und Partnerschaft gestalten?

Im Zentrum unserer Arbeit stehen natürlich die Kinder, die nicht nur unsere Zukunft sind, sondern auch eine ganz eigenständige Art des Denkens und Handelns haben. Kinder verstehen und fördern ist ein Hauptanliegen des Pädagogikunterrichts, denn Eltern werden ja später (fast) alle.

In Politik, Wirtschaft und den Medien wird heutzutage immer wieder die fehlende Erziehung unserer Kinder beklagt und angemahnt. Erziehungsnotstand wird mit einer mangelnden oder fehlenden Erziehungshaltung begründet, in der unsere Kinder zunehmend vernachlässigt werden. Erziehung ist eine lebenslange und wichtige Aufgabe und sie erscheint umso dringlicher, als der Staat nicht mehr alles finanzieren kann. Wo Förderung fehlt, muss Eigeninitiative einsetzen. Staatliche Institutionen können nicht alle erzieherischen Aufgaben übernehmen, einen Großteil dieser Verantwortung müssen wir als Menschen in unserem Alltag tragen. Ob als Eltern, Freunde, Nachbarn, im Freundeskreis oder Verein, wir sind alle gefordert, bei der Gestaltung unserer Zukunft mitzuarbeiten. Für die Verwirklichung dieser Ziele steht das Fach Erziehungswissenschaft.



Schwerpunkte in der Sekundarstufe II

Kurze Übersicht über die Schwerpunkte von der 10.1 bis zur 12.2
(entnommen aus den Richtlinien und Lehrplänen für das Fach Erziehungswissenschaft der Sek. II an Gymnasien und Gesamtschulen)

10.1: Erziehungssituationen und Erziehungsprozesse
a. Das Individuum im Erziehungsprozess
b. Erziehungsverhalten und Legitimation von Erziehungspraktiken
c. Erziehung in verschiedenen historischen und kulturellen Kontexten

10.2: Lernen und Entwicklung
a. Beobachtung, Beschreibung und Analyse von Lernvorgängen
b. Entwicklung- und Lernprozesse
c. Beeinflussung und Selbststeuerung von Lernprozessen

11.1: Entwicklung und Sozialisation in der Kindheit
a. Grundlagen und Interdependenz von Entwicklung und Sozialisation
b Modelle der wissenschaftlichen Erfassung von Entwicklung, Sozialisation und Entwicklungsstörungen im Kindesalter
c. Pädagogisches Denken und Handeln aufgrund von Erkenntnissen über Entwicklung und Sozialisation

11.2: Entwicklung, Sozialisation und Identität im Jugend- und Erwachsenenalter
a. Entwicklung, Sozialisation und ihre Risiken in Pubertät und Jugendalter sowie ihre wissenschaftliche Erfassung
b. Pädagogisches Denken und Handeln aufgrund von Erkenntnissen über Entwicklung und Sozialisation in Pubertät und Jugendalter
c. Entwicklung, Sozialisation und Identität im Lebenszyklus

12.1: Nomen und Ziele in der Erziehung
a. Normen und Ziele in verschiedenen historischen, politischen und kulturellen Erziehungskontexten
b. Institutionalisierung von Erziehung
c. Pädagogische Theoriebildung

12.2: Identität
a. Erzieherische Aspekte der Identitätsbildung im Kontext persönlicher Entfaltung und sozialer Verantwortlichkeit

Druckbare Version